GROSSE WORTE

von Daniel Große, freier Journalist Leipzig

GC 2009 - Next level

Aktuelle Berichterstattung zur Minute im GC-Blog.

Sachsen auf der GC

Auf der Games Convention zeigen sich nicht nur die großen, namhaften Firmen. Auch Sachsen ist vertreten. Zwei der Aussteller habe ich für saxxess.com vorgestellt: das Dresdner Unternehmen Public Solutions und die HTWK Leipzig.

Pünktlich vor dem Start der Games Convention in Leipzig hat die Kölnmesse heute die Website zur Gamescom überarbeitet, die nun erste Inhalte bietet. Wie bekannt ist, will der Branchenverband BIU im September 2009 eine neue Messe in der Domstadt etablieren und die Games Convention in Leipzig nicht mehr unterstützen.

Das Logo reißt mich persönlich nicht vom Hocker. Die Kleinschreibung ist aber schon mal etwas, das sich von Leipzig unterscheidet. Und die Kombination lila-babyblau gibt’s wohl auch nur in Köln. Informationen gibt es auf der Website nur für Aussteller, Fachbesucher und Presse. Dafür aber ein Herz zerreißendes Video über den Standort Köln. Für die “Privatbesucher”, wie das Fußvolk Publikum dort genannt wird, soll es eine eigene Website geben. “Celebrate the Games” heißt es auf dieser. Hier kann man vorerst nur seine Mailadresse hinterlassen. Weitere Informationen finden sich noch nicht.

Disclaimer: Ich bin derzeitig freier Mitarbeiter der Leipziger Messe.

Logo: koelnmesse

Die Sächsische Zeitung veröffentlichte am 13. August einen Artikel von mir, der einen Überblick zu geben versucht, was sich auf der diesjährigen GC lohnt.

Die Games Convention (GC) gilt als Europas Leitmesse für die Video- und Computerspiele-Branche. Alle Höhepunkte aufzuzählen ist unmöglich. Dennoch wollen wir einen kleinen Überblick geben.

Die Trends

Während man in den vergangenen Jahren eher auf die Gelegenheitsspieler setzte, stehen nun wieder die Kenner im Mittelpunkt. Der japanische Entwickler Capcom bringt für solche Coregamer unter anderem „Bionic Commando“ mit. Das Spiel erschien 1987 für das Nintendo Entertainment System und war ein grafischer Meilenstein. Das Remake soll an den Erfolg anknüpfen. Dazu gibt es Titel wie „Street Fighter IV“ oder „MotoGP 08“.

Zu spät auf die Gelegenheitsspieler setzt Microsoft. Nachdem sich die Xbox 360 nicht mehr so gut verkauft, versucht das Redmonder Unternehmen gegenzusteuern. Partyspiele sollen das Publikum locken, das eher selten die Konsole einschaltet. Eine Politik, für die Nintendo bereits Schelte erntet, weil Kritiker eine Vernachlässigung der eingefleischten Spieler sehen. Nintendo selbst wird in diesem Jahr nicht auf der GC vertreten sein. Man verfolge eine andere Marketingstrategie und wolle Messeauftritte generell überdenken. Dabei kann „big N“ durchaus zufrieden sein: Die Konsole Wii verkauft sich besser als die Konkurrenzprodukte von Microsoft und Sony.

Sony ist einer der größten Aussteller der GC und glänzt vor allem durch die Playstation 3, die wieder Boden gut machen konnte. Für die High-Tech-Konsole mit Blu-Ray-Laufwerk und der besten derzeit erhältlichen Grafik gibt es auf der Leipziger Messe die beliebte Reihe „Singstar“ in der Version 2 zum Testen. Erfahrungsgemäß wird dem Karaoke-Spiel ein eigener Bereich innerhalb des riesigen Standes in Halle 3 eingerichtet. Mit Details zum Messeauftritt hält sich Sony vornehm zurück, lediglich von „großen, globalen Ankündigungen“ ist die Rede.

Die Premieren

Standesgemäß lebt die GC von ihren Premieren. Über 250 Welt-, Europa- und Deutschlandperemieren sollen das Spielefieber anheizen. Ubisoft etwa lädt im Rahmen eines Gewinnspieles zehn Fans bereits am Pressetag ein, den Shooter „Far Cry 2“ zu testen. Die Programmierer werden dazu eigens aus Montreal eingeflogen. An den Messetagen darf dann jeder die Fortsetzung des Actionspieles zocken. Experimentell wird es bei „Tom Clancy’s End War“, denn es ist das erste Spiel, das komplett per Sprache gesteuert werden kann.

Der deutsche Entwickler Frogster bringt das kostenlose Online-Rollenspiel „Runes of Magic“ mit. Interessierte können sich in der ersten Region bewegen. Direkt nach der Messe geht Frogster in die geschlossene Beta-Phase, um die Entwicklung voranzutreiben.

Sehnsüchtig erwartet wird von der Spielergemeinde „Spore“ aus dem Hause Electronic Arts. Das Werk von Entwickler Will Wright, der seiner Kreativität auch für „Sim City“ und „Die Sims“ freien Lauf ließ, steht kurz vor der Fertigstellung. Auf der Messe gibt es die finale Version als Weltpremiere zu spielen, bevor sie im September in den Handel kommt.

Neben Wright gelten vor allem die japanischen Entwickler als Legenden. Konami weiß das und holt Hideo Kojima, Schöpfer der „Metal-Gear-Solid“-Serie nach Leipzig. Nicht minder beliebt ist Koji Igarashi, der für die „Castlevania“-Serie verantwortlich zeichnet. Auch die Entwickler von „Silent Hill Homecoming“ und „Rock Revolution“, Thomas Hulett und Niasis Taylor“, sind zugegen.

Die neuen Technologien

Im technologischen Bereich wird es auf der GC auch einiges zu sehen geben, wenn auch teilweise nur für Pressevertreter. So will der Hamburger Entwickler Bigpoint erstmals ein browserbasiertes Onlinespiel auf der Playstation 3 vorführen. Diese Art von Spielen laufen im normalen Internetbrowser, ohne Bestandteile herunterladen zu müssen. Heiko Hubertz, Gründer von Bigpoint, sagt Browserspielen eine große Zukunft voraus.

Interaktiv wird es bei VR Space Theatres. Das Unternehmen lässt 3D-Kino und Games verschmelzen. Hochauflösende Bildinhalte können von den Spielern mit Gamepads gesteuert werden. Jeder einzelne beeinflusst dabei den Fortgang der Geschichte. Erstmals wird diese Technologie Journalisten vorgestellt. Für alle Besucher auszuprobieren gibt es den „Neural Impulse Actuator“ von OCZ Technology. Das System wird per USB-Anschluss an Windows-Rechner angesteckt und erlaubt es, Spiele nur mit Kraft der Gedanken zu steuern. Dabei hat der Spieler einen Hirnstrommesser auf dem Kopf, der aussieht wie ein Haarreif. Der Messer scannt die elektrischen Aktivitäten des Gehirns und wandelt diese als Tastenanschläge um.

Die Unterhaltung

Neben zahlreichen Shows und Gewinnspielen an den Ständen gibt es hinter der Halle 4 einen Strand. Zig Tonnen Sand wurden dafür herangefahren, Palmen, Relax-Liegen und Hängematten vermitteln Urlaubsflair. Auf der Bühne des Zubehörherstellers Speed-Link treten Bands wie „Die Happy“, „Aloha from Hell“ oder „Van Canto“ auf.

Bereits am 20. August gibt es mit Video Games Live das offizielle Konzert zur GC, das in der Arena Leipzig Musiken aus bekannten Computerspielen präsentiert.

Im „GC Freestyle – Gamer Camp“ auf der Leipziger Festwiese am Zentralstadion können die Fans campen und chillen. Ab 20. August finden hier über 5000 Zelte Platz.

Die GC wird 2008 zum letzten Mal ideell vom Branchenverband BIU getragen. Im nächsten Jahr plant dieser eine neue Messe in Köln. Die Leipziger Messe betont, dass sie nach wie vor zur Verfügung steht. Ob auch 2009 eine GC in Leipzig stattfinden wird, ließ Messechef Wolfgang Marzin offen.

Disclaimer:
Ich bin freier Journalist und als solcher auch in die Games Convention involviert. Gemeinsam mit Thomas Gigold verantworte ich das GC-Blog.

Taucha. Ab Freitag und bis Sonntag lädt Rainer Klöpsch wieder zum Country- und Bikertreffen auf den Schlosshof ein. Zum dritten Mal organisiert der Privatmann das Fest komplett allein und finanziert einen nicht unerheblichen Teil vor. Auch die Bewerbung der Veranstaltung obliegt ihm. Neben dem Banner über der Leipziger Straße, das der Rentner von der Stadtverwaltung aus kostenlos hängen darf, kündet seit vergangener Woche auch ein rustikales Werbeschild am Parkplatz gegenüber dem Rathaus von diesem Ereignis.

Doch mit eben jener Tafel hatte Klöpsch so seine Probleme: „Sage und schreibe 14 Monate vergingen vom Bauantrag bis zur Genehmigung“, erzählt der 65-Jährige. Das Bauamt hatte ihm einen schmalen Streifen am Rand des Parkplatzes zugewiesen. „Perfekt, weil man dann mit einem Pfeil rüber zum Schloss weisen kann“, so Klöpsch. Der Zimmermeister fertigte die Holztafel aus massiven Balken. In diese kann eine Plane eingehangen werden, die auf die jeweiligen Feste in der Stadt hinweist. „Ich sponsere die Werbetafel, die mich rund 800 Euro gekostet hat, den Tauchaer Vereinen. Wer immer hier eine Veranstaltung plant, kann seine Plane dort anbringen“, sagt er. Am Montag vergangener Woche installierte Klöpsch gemeinsam mit einem Freund die Tafel. „Plötzlich standen drei Männer hinter uns, die sagten, sie wären vom Zoll aus Dresden und es läge eine Anzeige wegen Schwarzarbeit vor. Ich wusste gar nicht, wie mir geschieht, war mir ja keiner Schuld bewusst“, berichtet der rührige Rentner. „Ich musste meinen Ausweis holen und ein Protokoll ausfüllen. Am Ende sagten mir die Beamten, es wäre alles okay. Die haben sich sogar noch entschuldigt. Natürlich durften sie mir nicht erzählen, wer mich angezeigt hatte, fragten aber, ob ich spezielle Freunde im Rathaus hätte“, führt Klöpsch weiter aus.

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Deutsch-amerikanische Trauung

Taucha. Sieben Eheschließungen fanden gestern am bei Paaren offenbar beliebten magischen Datum, dem 8.8.08, statt. Jede war auf ihre Weise etwas Besonderes, dennoch stach eine heraus. Denn mit der Hochzeit von Kristie und Tom Döhler aus Leipzig wurden eine Amerikanerin und ein Deutscher amtlich zu Mann und Frau erklärt.

Uta Schneider vom Tauchaer Standesamt war schon seit Tagen aufgeregt, musste sie ihre Rede doch angesichts von etwa 25 amerikanischen Gästen zweisprachig abhalten. Dazu übersetzte eine Dolmetscherin die Ansprache ins Italienische, da auch aus diesem Land Besuch anreiste. Und: Am Rathaus hängte die Stadtverwaltung ein „Welcome-Banner“ und die Flaggen von Deutschland und den USA auf. „Ist doch klar, dass wir da unkompliziert sind, wann hat man das schon in Taucha“, meinte Bürgermeister Holger Schirmbeck.

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  • Besuch vom Nerdpol

    Einer meiner ersten Artikel hier im Blog war eine Kurzkurzkurz-Fassung eines Artikels für die LVZ über Joscha Sauer, dem Mann hinter den “Nicht Lustig”-Cartoons. Jetzt, drei Jahre später, wird’s mal wieder Zeit, ihn zu erwähnen. Erstens ist Joscha in diesem Jahr wieder besonders aktiv – seine Cartoons erscheinen in Welt kompakt und das vierte Buch ist fertig – und zweitens hat er mich grad wieder zum laut Lachen gebracht. Nerdpol – darauf muss man erstmal kommen.

    Mensch, das muss doch hinzukriegen sein…

    Bisher sind wir noch nicht in der Lage, von Deutsch nach Deutsch zu übersetzen.

    Pfff – dann eben nich. ;-)

    GamesCon

    Man kann es schon leicht merkwürdig finden, dass heise.de im Newsticker die Meldungen zur GamesConvention mit “GamesCon” abkürzt und nicht mit “GC”. Muss man aber nicht. Denn “GamesCon” ist durchaus eine gebräuchliche Abkürzung für die GC. Selbst große Magazine und Fernsehsender wie Giga bezeichnen die GC zuweilen so. Vor allem im Ausland wird gern diese Abkürzung verwendet, wenn man nicht “Leipzig Show” sagen will.

    Allerdings wäre es ein leichtes für heise, doch die korrekte Abkürzung oder gar das Logo zu verwenden – oder mal auf Kritik zu reagieren. Stattdessen erscheint als zweite Meldung im GC-Special diese hier, dass Medienkompetenz aus NRW, natürlich aus Köln, auf der Messe vertreten ist. Das muss unweigerlich Reaktionen hervorrufen. Ein wenig mehr Sensibilität und Feingefühl wäre sicher angebracht.

    ma 2008 Radio II

    Nur zur Info, weil ich schon gefragt wurde. Nö, ich schreibe diesmal nix zur Radio-ma in Sachsen. Mir fehlt einfach die Zeit. Zudem hab ich den neuen Befragungsmechanismus noch nicht hundertprozentig verinnerlicht. Klar, erstmals wurden auch Kinder im Alter von 10 bis 13 und in Deutschland lebende EU-Ausländer berücksichtigt. Trotzdem bleiben da für mich zu viele Fragen. Und da habsch einfach keene Zeit momentan. :)

    Obwohl es derzeit viele Dinge gäbe, über die man berichten könnte. Radio PSR hat sich teilweise neu erfunden. Unter anderem labert man nun nachmittags nach jedem Titel gefühlte fünf Minuten am Stück. Unglaublich innovativ. Ich mag mich täuschen, aber war das nicht der Grund, warum Alex und Jasmin am Ende keiner mehr hören konnte – obwohl die wirklich gut waren? Nungut, “die” werden’s schon wissen.
    Und bei Hitradio RTL Sachsen funkt derzeit Axel Metz die MoShow. Axel Metz? Genau der Axel Metz, der bis vor kurzem noch bei Radio Leipzig den Nachmittag bestritt. Selbiger zieht nun nach Dresden.

    Dass aber auch immer alles auf einmal kommen muss… :-)

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    Dies ist das Weblog von Daniel Große. Ich bin freier Journalist in Leipzig und veröffentliche hier ausgewählte Referenzen sowie private und berufliche Ansichten und Ereignisse. Außerdem übe ich Kritik an Online-, Print-, TV- und Rundfunkmedien oder mache mich schamlos über missglückte Pressemitteilungen und eigenartige Unternehmens-PR lustig. Das klingt nach dem, was es ist: ein unterhaltsames Blog mit breitem Themenspektrum ohne irgendeine Spezialisierung.

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